Heim von Konkretertyp - Beispiele
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1. CounterStrike - Schulmädchen, Passanten, etc..

"Nächtelang rannte er per Joystick durch die virtuellen Schulflure, versuchte, in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Lehrer und Schüler zu erschießen."
(Bild)

"Im Spiel werden ein Polizist, ein Passant und ein Schulmädchen erschossen, bevor der Attentäter getötet wird."
(Neue Solidarität, 19/2002)

"Das populäre und indizierte Computer-Onlinespiel Counter Strike [...] das Spiel, in dem man vom Polizisten (sogar die GSG 9) über den Passanten bis hin zum Schulmädchen jeden erschießen soll." 
(FAZ)

"
Großmütter mit Kinderwagen und Schulmädchen bringen Extrapunkte im PC-Spiel."
(Hamburger Abendblatt, 19.04.2002)

"Hier werden Geiseln genommen und Schulmädchen erschossen. Das Mädchen trägt einen karierten Rock und eine weiße Bluse. Sie ist überrascht, als sich die Türe öffnet. Das letzte, was die Schülerin in ihrem Leben wahrnimmt, ist das Mündungsfeuer der Automatikwaffe, die der Eindringling auf sie richtet. Ihre Bluse färbt sich rot - Ziel eliminiert."
(Rheinische Post, 29.04.2002)

Zusammenfassend wird behauptet, dass man in CounterStrike als Amokläufer in möglichst kurzer Zeit Polizisten, Passanten, Schulmädchen, Lehrer und Großmütter mit Kinderwagen erschießen müsse.

Die Wahrheit ist folgende. In CounterStrike gibt es eine Spielvariante, in der Terroristen 4 Geiseln, Wissenschaftler in weißen Mänteln, festhalten. Diese müssen nicht erst als Geisel genommen werden sondern befinden sich von Beginn an in der Gewalt der Terroristen. Diese sollen die Geiseln auch nicht erschießen, falls sie es doch tun gibt das Punktabzug. Diese 4 Geiseln, es gibt nie mehr, müssen nun von einer Anti-Terroreinheit befreit werden. Auch diese sollen sie natürlich nicht erschießen. Andere Personen als die Anti-Terroreinheit, die Terroristen und die 4 Geiseln gibt es nicht. Es gibt keine Passanten, keine Polizisten, keine Lehrer, keine Schulmädchen und keine Großmütter mit Kinderwagen. Auch gibt es bei den normalen Spielkarten keine Schulen. 
Nun ist es aber möglich selbst Karten für das Spiel zu erstellen. So kann man das oben beschriebene Szenario der Geiselbefreiung auch in einer Schule stattfinden lassen. Auch ist es möglich das Aussehen der 4 Geiseln zu verändern. So gibt es viele Seiten im Internet, auf denen man die greisen Wissenschaftler durch attraktive junge Frauen ersetzen kann. Rein theoretisch könnte man auch Schulmädchen einfügen.

Es ist aber nie das Ziel Geiseln zu erschießen (egal wie sie aussehen) und andere Zivilisten als die Geiseln gibt es nicht. CounterStrike wird auch nicht mit dem Joystick sondern mit Maus und Tastatur gespielt und ist nicht indiziert. 
 

2. CounterStrike - Zucken, Mannschaften

"Eines seiner Lieblingsspiele war 'Counterstrike', ein Killerspiel, bei dem zwei feindliche Terroristeneinheiten sich bekriegen. Maskierte jagen da andere Maskierte durch Wüstenlandschaften und dunkelgraue Betonwelten, nehmen Dunkelmänner ins Fadenkreuz ihrer virtuellen Maschinenpistolen und feuern weiße Blitze - bis der gesamte Bildschirm rot zuckt: Das Opfer verblutet, das Ziel ist erreicht, der Spieler gewinnt."
(Spiegel, 18/2002)

Es bekriegen sich nicht zwei feindliche Terroristeneinheiten sondern Terroristen und Anti-Terroristen. Möglicherweise hat der Autor nicht gewusst, dass es sich bei "Counter Terrorists" nicht um Terroristen sondern um ein Sondereinsatzkommando der Polizei handelt. 
Weder kann man weiße Blitze verschießen noch zuckt der gesamte Bildschirm rot.
 

3. CounterStrike - Waffen

"„Counterstrike“ heißt das Computerspiel, in dem sich auch der irre Amokläufer Bastian B. († 18) Anregungen für seine Wahnsinnstat in Emsdetten holte. Teamweise wird dort Jagd aufeinander gemacht. Mit Messer, Pistole, Gewehr und Raketenwerfer."
(Bild)

"Sie [...] sprengen Autos [...]. Am begehrtesten sind Pumpguns, denn die bringen die meisten Punkte"
(Hamburger Abendblatt, 19.04.2002)

Es gibt in CounterStrike weder Raketenwerfer noch bringen Pumpguns "mehr Punkte". Autos kann man auch nicht sprengen.
 
 
4. CounterStrike - Ziel

"[...] wie Resident Evil oder Counterstrike, deren Ziel es ist, möglichst viele Menschen blutig niederzumetzeln."
(Die Zeit, 04.05.2002)

Es ist weder das Ziel möglichst viele Menschen zu töten noch ist die Brutalität relevant.
 
 
5. Computerspiele - Ohne Computer?

"Die bayerische Familienministerin Christa Stewens (CSU) forderte Computerspiele wie „Gotcha“, „Paintball“ und „Laserdrome“ auf den Index zu setzen."
(Die Süddeutsche, 21.11.2006)

Bei den genannten Spielen handelt es sich um Geländespiele (reale Killerspiele) und nicht um Computerspiele (auch wenn es virtuelle Umsetzungen dieser Geländespiele gibt). Die dem Artikel zugrunde liegende Pressemeldung enthält diesen Fehler nicht, er wurde anscheinend erst vom Autor gemacht. 
 
 
6. Computerspiele - Keine Filme

"Im Kampf gegen so genannte Killerspiele will die EU die schlimmsten Gewaltvideos im Internet anprangern."
(Reuters/Financial Times Deutschland, 16.01.2007)

Ein Film ist kein Videospiel. Auch wenn man sich ihn auf dem PC ansieht.
 
 
7. Bestehende Gesetzeslage - Unkenntnis

"Der § 131 hat ja bisher überhaupt nicht gewirkt, und wenn man sogar bei der Spielanleitung aufgefordert wird, zunächst einmal jemanden zu quälen und dann kriegt man mehr Punkte bevor man dann mit der Kettensäge den Kopf absägt, dann ist das etwas, was ich nicht verstehen kann, dass das überhaupt hergestellt werden muss. Und deshalb muss so etwas auch verboten werden."
(Uwe Schünemann in Panorama, 22.02.2007)

Ironischerweise ist das Spiel, auf das Herr Schünemann Bezug nimmt, bereits aufgrund der aktuellen Gesetzeslage verboten. Bezüglich des von ihm beschriebenen Spieles besteht somit bereits das geforderte Herstellungs- und Verbreitungsverbot.
 
 
8. Final Fantasy - Der Gewaltfilm "Harry Potter"

"Die als freundlich bekannten Gymnasiasten haben das Computerspiel „Final Fantasy VII“ (Eine Abbildung zeigt einen Mann mit einer Pistole) nachgespielt."
(Bild)

"Unmittelbar vor der Bluttat von Tessin mit zwei Toten haben die beiden 17-Jährigen das Gewaltvideo „Final Fantasy“ angeschaut."
(Süddeutsche/Kölner Stadtanzeiger, 18.01.2007)

Die mit "Final Fantasy VII" betitelte Abbildung zeigt keinen Ausschnitt aus einem Spiel sondern aus dem Film "Final Fantasy - Die Mächte in dir". Es gibt zwar auch ein Computerspiel, das den Titel "Final Fantasy VII" trägt, aber dieses hat eine Altersfreigabe von 12 Jahren erhalten und wird gemeinhin nicht zu den Killerspielen gezählt. Es existiert tatsächlich ein Shooter mit dem Titel "Final Fantasy VII - Dirge of Cerberus", aber dieser ist nur für Konsolen und nicht für Computer erhältlich.
 
Der schon erwähnte "Gewaltfilm", "Final Fantasy - Die Mächte in dir", hat eine Altersfreigabe von 12 Jahren, die selbe wie "Harry Potter und der Orden des Phönix".
 

9. Mehrspielervarianten - Ziel, Inhalt

"Und was es nicht an der Ladentheke zu kaufen gibt, holen sich selbst Kinder problemlos aus dem Internet. Wie diese Spiele: Wer hier möglichst viele Frauen vergewaltigt, gewinnt."
(Panorama, 22.02.2007)

Es wird behauptet, dass derjenige in GTA: San Andreas gewinnt, der an meisten Frauen vergewaltigt. Das stimmt nicht. Es gibt unter den "Killerspielen" auch kein Spiel, in dem man "nur so" Frauen vergewaltigen kann. Lediglich in Asien und den USA gab bzw. gibt es "Spiele", die Vergewaltigungen zum Gegenstand haben - die haben mit "Killerspielen" aber wenig gemein. Inzwischen hat Panorama aber bemerkt, dass Vergewaltigungen in GTA: San Andreas nicht Spielziel sind.

"Es geht immer ums Töten. Je brutaler, je realistischer – desto besser. [...] Hinrichten, quälen, morden. Rund 1,5 Millionen spielen in Deutschland sogenannte Egoshooter - Killerspiele. [...] Nazis gegen Amerikaner, auf original Schlachtfeldern des Zweiten Weltkriegs."
(Panorama, 22.02.2007)

Für den nächsten Lügenkomplex habe ich etwas recherchiert. Ich habe alle Spiele, die weltweit von mehr als 300 Spielern online gespielt werden, erfasst. 

- In keinem Spiel kann man als Nazi spielen.

- In keinem Spiel ist es "besser" wenn man brutaler tötet.

- In (fast) keinem Spiel kann man Spieler quälen.

In einem Spiel, in dem auch ein Sondereinsatzkommando Geiseln befreien muss. Wird die Geisel, anders als in CounterStrike, auch von einen Spieler gespielt. Es soll vorkommen, dass manche Terroristen aus Spaß diesen Gegenspieler mit Tränengas einsprühen um ihn zu ärgern. Wenn man das als Quälen bezeichnen will ist dies nur in diesem einen Spiel möglich und da auch nicht Spielziel. Das Tränengas ist eigentlich für das Sondereinsatzkommando gedacht.

- In (fast) keinem Spiel kann man Spieler hinrichten oder ermorden.

In Spielen, in denen das eine Team Geiseln befreien soll und das andere dies verhindern muss, können natürlich auch die Geiseln zu Tode kommen. Ein Spieler kann, wenn er will, auch eine Geisel erschießen. Dies könnte man als Hinrichten/Ermorden bezeichnen. Das wird aber mit Punktabzug geahndet und ist nicht das Ziel des Spieles. 

- In nicht allen Spielen gewinnt das Team, das an meisten Gegner tötet.

Unter dem Punkt "Shooter" habe ich Ihnen einige Spielvarianten erklärt. Auch die Variante Deathmatch. Dies ist die einzige Variante, in der der Spieler, oder das Team, mit den meisten gewonnenen virtuellen Duellen gewinnt. Ich finde diese Variante nicht besonders verwerflich, aber ich möchte die Behauptung, dass diese Variante online vorrangig gespielt wird, entkräften.
Links sehen sie 2 Tortendiagramme. Das obere zeigt Spiele (anteilig nach Spielern), die online gespielt werden. Ich habe alle Spiele grün eingefärbt, in denen es die Spielvariante Deathmatch nicht gibt. In den gelben gibt es die Variante, aber auch andere. Ich habe einige Statistiken ausgewertet und bin zu folgenden Ergebnis gekommen.
Von allen Spielern spielen 86,24 % Spiele, in denen es kein Deathmatch gibt. Von den
en, die Spiele spielen, in denen es Deathmatch gibt, spielen nicht alle diese Variante. So dass tatsächlich nur 5,25 % aller Spieler Deathmatch spielen.
 
 
10. US-Militär
- Training zum Töten

"Bei der US-Armee wurde in den 90er-Jahren mit genau solchen Spielen trainiert, die Tötungshemmung auszuschalten. Und mit diesen Spielen trainieren wir heute unsere 10-Jährigen."
(Bild)

"Nicht umsonst benutzen Armeen Computerbilder, um die Tötungshemmung ihrer Soldaten abzubauen."
(Münchner tz)

Das US-Militär unterstützt manche Computerspiele, wie es auch viele Hollywood-Produktionen (Wie auch viele James Bond-Filme) unterstützt. Als Werbung für die Army wurde auch ein eigenes kostenloses Spiel, Americas Army, entwickelt. Trainiert werden Soldaten tatsächlich  auch in virtuellen Umgebungen, also Simulationen. In manchen Fällen sind diese Simulationen auch als Videospiele erhältlich oder modifizierte Videospiele werden als Simulationen verwendet. Dabei geht es aber in dem meisten Fällen darum sich im unbekannten Terrain zu orientieren, zu lernen effektiv im Gruppenverband zusammenzuarbeiten oder bestimmte Taktiken einzuüben. Und letztendlich ist eine virtuelle Übung auch billiger als eine reale. Solche Spiele sind:

- Marine Doom (Doom II)
- Virtual Battlefield System (Operation Flashpoint)
- Full Spectrum Warrior (Full Spectrum Warrior)

Oft wird behauptet, dass das US-Militär mit Computerspielen versucht Soldaten das Töten anzutrainieren. Über den Versuch eines solchen Trainings habe ich keine Quelle finden können, nur über das Ergebnis:

"Es hat nicht funktioniert."
(Stern)

Des Weiteren wurden beim tatsächlichen Schusstraining runde Zielscheiben durch menschliche Silhouetten ersetzt, die bei Beschuss umkippen, um dieses Ziel zu verwirklichen.
 

11. Killerspiele - nur auf PC?

"Echte Shooter-Fans spielen nur am PC. Gründe: Die realistische Darstellung erfordert enorme Rechen- und Grafikleistungen. Wenn ein Kind also vor einer Konsole sitzt, dürfte es eher harmlose Spiele zocken oder zumindest kein fanatischer Ego-Shooter-Fan sein. [...] Ein Uralt-PC oder ein billiges Laptop ist übrigens auch eine gute Wahl -- denn darauf laufen keine Ego-Shooter.«"  (Münchner tz)

Es gibt auch für Konsolen Shooter en mass. Auch die "brutalsten": Doom 3 (xbox) und F.E.A.R (playstation 3). Nach einer Umfrage des Magazins Gamepro sind Ego-Shooter sogar das zweitbeliebteste Genre auf Konsolen. Ego-Shooter gibt es übrigens schon seit 1992, ältere laufen also auch problemlos auf "billigen Laptops" oder "Uralt-PCs".
 

12. Videomaterial - Entstehung

Nach dem Amoklauf von Erfurt bemühte sich das Computerspielmagazin GameStar um eine sachliche Debatte, so dass auch Journalisten der Inhalt des Spieles CounterStrike vorgeführt wurde. Diese waren jedoch weniger an einer sachlichen Darstellung sondern eher an reißerischen Videomaterial interessiert und bedrängten die spielenden Redakteure:

"Jetzt schießt doch endlich mal auf die Zivilisten!"

Obwohl das Spiel dies nicht nur nicht verlangt sondern sogar bestraft.
 

13. Doom 3 - Erster Shooter?

"2004 wurde das Spiel «Doom 3» in Deutschland veröffentlicht: Erstmals konnten Spieler mit Ich-Perspektive in dreidimensional erscheinenden Labyrinthen Gegner erschießen." (Welt Online, 14.10.2007)

Der erste 3D-Ego-Shooter war Midi Maze, welches 1987 erschien. Auch die Vorgänger von Doom 3, Doom II (10.10.1994) und Doom (10.12.1993), erschienen "etwas" früher. Die Autoren von der Welt haben sich somit etwas verschätzt. 3D-Ego-Shooter gibt es nicht erst seit 3, sondern seit 20 Jahren.


14. Amokläufer - Killerspielspieler

"Fakt ist: Alle jugendlichen Amokläufer, die in den USA oder Deutschland in unfassbarer Kaltblütigkeit Mitschüler und Lehrer niederschossen, haben diese Ego-Shooter gespielt." (Münchner tz)

Fakt ist: Das ist Unsinn. Nach einer Studie der amerikanischen Regierung haben nur 12 % aller jugendlichen Amokläufer gewalthaltige Videospiele gespielt. Der Amokläufer von Blacksburg spielte auch keine.

 

Quelle: http://stigma-videospiele.de


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